Auch Pferde leiden unter dieser Hitze!

Seit Tagen bleiben nun die Temperaturen bei über 30°C. Nicht nur für Menschen ist diese Hitzewelle eine Belastung, sondern auch Pferde brauchen Schutz vor zu intensiver Sonnen- und Hitzeeinwirkung.
Hohe, über einen gemütlichen Spazierritt hinausgehende Anforderungen, sollten möglichst überhautp nicht – und schon gar nicht in der Mittagshitze – gefordert werden.
Schatten und Wasser wirklich für jedes Pferd auf der Koppel oder Weide sind zur Zeit unbedingt notwendig.

Pferde kommen in der Regel mit Kälte viel besser zurecht, als mit der zur Zeit herrschenden Hitze. Berber und Araber sind dabei weniger empfindlich als nordische Rassen, Ponys und Kaltblutpferde.

Bei zuviel Sonne und Hitze merkt man, dass ein Teil der Tiere unruhig wird und zunehmend unter Stress gerät. Andere stehen apathisch mit hängendem Kopf.
Es kommt zur Störungen des Kreislaufs sowie des Nervensystems, die sogar bis zum Tod führen können.

Ein erstes Symptom ist oft die Dehydrierung, also ein Wassermangel im Gewebe. Feststellen können Sie ihn, indem sie an der Schulter in die Haut greifen und eine Hautfalte aufstellen. Braucht sie mehr als 3 Sekunden, bis sie vollständig verstrichen ist, leidet ihr Pferd bereits unter Wassermangel.
Beim Reiten merkt man den plötzlichen Leistungseinbruch.
Kalkulieren sollte man, dass Pferde im Sommer durchaus 60 Liter Trinkwasser täglich brauchen, das ständig zur Verfügung stehen sollte. Selbsttränker müssen regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden.

Mit dem Schweiß verlieren Pferde nicht nur Flüssigkeit sondern auch Elektrolyte. Salzlecksteine sollten selbstverständlich zur Verfügung stehen, wenn möglich auch auf der Koppel.

Vor allem bei hellen Pferden, weißen Abzeichen sowie rosafarbenen oder rosaweißen Nüchtern, muß man auch an die Möglichkeit eines Sonnenbrandes denken. Hochwertige allergiegetestete Sunblocker können helfen.

Auf einer guten Koppel, gibt es einen schattenspendenden Baumbestand oder einen geeigneten Unterstand, der Schutz bietet. Reicht der Schatten aber nicht, kann es sinnvoll sein, die Pferde über die Mittagshitze in den Stall zu holen und nur in der Früh bzw. am Abend (oder über Nacht) auf die Koppel zu lassen.
Für den Stall gilt natürlich, dass er kühl, luftig und sauber sein muß. Stickige ungelüftete Ställe in denen schon der Mensch beim Betreten die Ammoniakdämpfe als unangenehm empfindet, sind auch für Pferde unzumutbar.
Die Temperatur kann gesenkt werden, indem regelmäßig Wasser in der Stallgasse gesprüht und zum Verdunsten gebracht wird.
Stallfenster können mit Markisen o.ä. vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Bei Außenboxen ist darauf zu achten, dass das Pferd nicht in der Sonne stehen muß, auch hier wird ggf. ein Sonnensegel notwendig sein.

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