Pferde richtig Anweiden

Robust gehaltene Pferde leben das ganze Jahr auf ihrer Weide. Im Frühjahr wenn das Gras langsam zu wachsen beginnt, gewöhnen sie sich so von alleine an die veränderte Zusammensetzung des Futters.

Pferde die im Winter nur Stall und Paddock kennengelernt haben, müssen langsam an den Beginn der Weidesaison herangeführt werden.

Heu und Stroh sind sehr viel rohfaserreicher und proteinärmer als frisches Gras, da muß der empfindliche Pferdemagen und -darm Zeit zur Umgewöhnung bekommen.

An den ersten Tagen sollten die Pferde nur eine halbe bis eine Stunde auf die Weide dürfen. Sinnvollerweise füttert man vorher bereits Heu, so dass sie sich nicht ganz so hungrig auf das Grün stürzen. Bei empfindlichen Pferden (z.B. nach einer Hufrehe, übergewichtige Pferde, Ponys) muß man sogar noch langsamer beginnen mit vielleicht 10 Minuten / Tag.
Wer sein Pferd beobachtet, sieht natürlich auch, ob es in dieser Zeit überhaupt frißt oder nur herumläuft und spielt. Dann kann die Zeit auf der Weide natürlich verlängert werden.

Wer Angst hat, sein Pferd nicht schnell genug wieder einfangen zu können, sollte mit dem Grasen an der Hand beginnen. Außerdem sollten zunächst die Halfter nicht abgenommen werden.

Über die ersten 3-4 Wochen kann die Weidezeit dann langsam gesteigert werden.

Vorsicht ist geboten, wenn breiiger Kot auftritt, der Rohfasergehalt ist zu niedrig und es muß unbedingt Heu oder Stroh zugefüttert werden.

Um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, sollte auf der Weide auch ein Salz- oder besser noch Mineralleckstein angeboten werden.

Vorsicht: eine Kraftfuttergabe direkt vor dem Weidegang kann zur Fehlgärung führen

Wird die Gewöhnung an die Weide während dieser Phase für mehrere Tage unterbrochen werden, muß wieder von vorne begonnen werden.

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