Das Englische Vollblut
Beim Englischen Vollblut handelt es sich um eine reine Leistungszucht für den Galopprennsport. Nicht das Aussehen entscheidet über den Zuchteinsatz sondern die Leistung. Das englische Thoroughbred, was soviel bedeutet wie ‚durchgezüchtet‘ ist eine weit treffendere Bezeichnung als der deutsche Name für diese seit dem 18. Jahrhundert in Reinzucht gezüchtete Rasse. Es handelt sich nicht nur um eine der beliebtesten sondern auch um eine der teuersten Rassen.
Aussehen:
Rechteckige Pferde mit langen Linien. Überwiegend handelt es sich um Braune bzw. Dunkelbraune es kommen aber auch andere Farben vor. Das Stockmaß beträgt im Durchschnitt 160 – 170 cm bei einem Gewicht von 400 – 500 kg.
Es gibt Sprinter, die über eine enorm hohe Schnelligkeit über kurze Distanzen verfügen und eine entsprechend kräftige, gut behoste Hinterhand haben. Dann gibt es die sogenannten Steher, die im ganzen länger gebaut sind, mehr Rechteckpferd mit langen Muskeln.
In der europäischen Zucht überwiegen die Zuchten für mittellange und lange Strecken.
Leistung:
Kennzeichen ist die Schnelligkeit v.a. auf den Mittelstrecken sowohl auf der Flachbahn als auch bei Hindernisrennen. Englische Volllbüter sind die schnellsten Pferde der Welt. Daneben wird auch der Weltrekord im Hochsprung mit 2.47m von einem Vertreter dieser Rasse gehalten.
Besondere Bedeutung hat das Englische Vollblut auch für die Veredelung anderer Rassen. Internationales Kürzel ist xx
Zucht:
Die Rasse des Englischen Vollbluts geht im wesentlichen auf drei orientalische Hengste und rund 50 Stuten zurück. Begonnen wurde die Zucht im späten 17. frühen 18. Jahrhundert. Das Zuchtbuch wurde bereits 1793 eingeführt. Für den Eintrag im General Stud Book sind ausreichende Leistungen auf der Rennbahn von engen Verwandten nachzuweisen.
Die beiden wichtigsten Rennen für Englische Vollblüter in Deutschland sind das Deutsche Derby (für 3jährige) und der Große Preis von Baden (für 3jährige und ältere).