Fressbremsen für Pferde und Ponys

Unbeschwerter Weidegang ist für viele leichtfuttrige Ponys und Pferde spätestens nach dem ersten Reheschub leider nicht möglich. Die Pferde dürfen nur für eine kurze Zeit auf die Weide und nur zu Zeiten, in denen der Fruktangehalt niedrig ist. Mit Hilfe eines Weidemaulkorbs kann die Zeit auf der Weide allerdings verlängert und auch sicherer gestaltet werden.

Im Gegensatz zu einem richtigen Maulkorb haben die Pferde und Ponys allerdings die Möglichkeit, durch diese Fressbremse zu fressen, allerdings eben langsamer und über viele Stunden, was sie ansonsten innerhalb von kurzer Zeit herunterschlingen würden.

Hier mal eine Auflistung der drei möglichen Modelle mit ihren Vor- und Nachteilen.

Fressbremse von USG (und ähnliche von anderen Herstellern):

Pferdehaltung  allgemein

Der Maulkorb von USG besteht aus Gummi und Nylongurten, die in ein Halfter übergehen. Die Öffnung im Korbboden ist eher klein, so dass tatsächlich nur wenig Gras gefressen werden kann. Normale Sozialkontakte sind möglich, wenn das Pferd sich erstmal mit dem ungewohnten Gefühl angefreundet hat. Um die Nase herum sollten Fressbremsen nicht so eng anliegen, wie Halfter, damit die Kieferbewegungen nicht behindert werden.

Zusätzlich verfügt die Fressbremse im Genickstück über einen Klettverschluss, der sich beim eventuellen Verfangen bei starken Zug öffnet. Ein zusätzliches Halfter wird nicht benötigt, da ein Ring zum Einhängen des Führstrickes eingearbeitet ist.

Vorteile:

mit ca. 25 € sehr preiswert
leicht, so dass die Gewöhnung leichter fällt. Kaum schwerer als ein gewöhnliches Halfter
Pferde können auch an Selbsttränkern trinken

Nachteile:

weniger gute Haltbarkeit als die anderen beiden
im Laufe eines Weidetages sammelt sich viel Schmutz im Maulkorb, der eklig ist und mit einer Bürste entfernt werden muß
es treten Scheuerstellen auf der Nase auf.

Diese Fressbremse gibt es hier zu kaufenPferdehaltung  allgemein

Best Friend® Weidemaulkorb

Die robuste und teure Original-Variante des oben beschriebenen.

Vorteil:
haltbarer, da insgesamt stabilere Verarbeitung und dickerer Boden
ansonsten wie oben
Nachteil:
deutlich schwerer als die Fressbremse von USG
noch mehr Scheuerstellen, da das ganze Material fester ist
Experten schaffen es, irgendwie an dem Maulkorb vorbei zu fressen

Ihn gibt es hier zu kaufen

Pferdehaltung  allgemein

Greenguard®

Diese Fressbremse besteht aus Kunststoff und läßt die Nüstern frei, so dass die Atmung nicht eingeschränkt werden kann. Es ist möglich nur die Fressbremse einzeln zu erwerben oder im Set mit dem zugehörigen Halfter.
Selbstverständlich gibt es auch hier einen Sicherheitsverschluß der sich öffnet, wenn das Pferd sich auf der Weide verfängt.
Außerdem gibt es Riemen und Platte als Ersatzteile nachzukaufen.
Einzeln kostest sie ca. 50€, mit dem passenden Halfter 75€.

Vorteile:

stabil und luftig, die Atmung wird nicht eingeschränkt, da die Nüstern freibleiben
leicht zu reinigen, da aus Kunststoff
bei Befestigung an dem dazugehörigen Halfter ist er praktisch nicht abstreifbar, also eine gute Lösung für alle, die sonst dazu neigen sich lästiger Dinge auf der Weide zu entledigen

Nachteile:

nach einer Eingewöhnungszeit können die meisten Pferde recht gut damit fressen (der Hersteller gibt an, die Futteraufnahme sei um 30% geringer als ohne Fressbremse)
mit ca. 80 € für Fressbremse und Halfter eine teure Lösung
Pferde können nicht an Selbsttränken trinken!
verursacht ebenfalls Scheuerstellen

Die Greenguard Fressbremse gibt es online hier zu kaufen

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