Giftpflanzen auf der Pferdeweide

Normalerweise meiden Pferde intuitiv die meisten Giftpflanzen. Viele verströmen auch einen unangenehmen Geruch oder schmecken so bitter, dass dem Pferd ein Bissen für den Rest des Lebens genügt. Allerdings kann es gerade auf schon fast abgefressenen Weiden dazu kommen, dass Pferde auch noch das letzte verfügbare Grün fressen und so die giftigen Pflanzen mit aufnehmen. Der beste Schutz ist hier also immer noch eine gute Weidepflege.

Hier eine Auswahl der häufigsten Giftpflanzen, die auf einer Pferdeweide vorkommen können.

Adlerfarn Pferdehaltung  allgemein Sowohl frisch als auch getrocknet giftig; höchster Gehalt in Jungpflanzen
2-3 kg Adlerfarn sind tödlich
Ganzjährig auf sandigen Böden
Ackerschachtelhalm, Sumpfschachtelhalm Pferdehaltung  allgemein Im Frühjahr hellbraune Sporentrieben, ansonsten wie ein kleines Tännchen
Krauser Ampfer Pferdehaltung  allgemein Von Juli bis August grüne Blüten Auf sumpfigen Weiden
Herkules Staude, Riesenbärenklau Pferdehaltung  allgemein 2,5 bis 4 Meter hoch, deshalb kaum zu verwechseln. Weiße Blüten in Dolden von Juni bis September
Schwarzes Bilsenkraut Pferdehaltung  allgemein Klebrig behaart, schmutzig gelbe Blüten mit violett von Juni – Oktober Selten, braucht sehr stickstoffhaltigen Boden
Bingelkraut (einjähriges Bingelkraut oder Waldbingelkraut) Pferdehaltung  allgemein Bis 40 cm hoch; am giftigsten zur Zeit der Samenbildung.

Im Heu wenig gefährlich

Acker, Ödland, Schuttplätze, Laubwälder
Eisenhut (blauer) Pferdehaltung  allgemein Dunkelblaue Blüten von Juni-September Auf feuchten Weiden, nährstoffreichen Böden
Fingerhut Pferdehaltung  allgemein Allseits bekannte Blüten von Juni – August Sandiger stickstoffhaltiger Boden
Jakobskreuzkraut Pferdehaltung  allgemein Gelbe Blüten von Juni bis August

(zur ausführlichen Beschreibung)

Anspruchslos, weite Verbreitung
Gundermann Pferdehaltung  allgemein Kleine blaue Blüten Feuchter, nährstoffreicher Boden
Herbstzeitlose Pferdehaltung  allgemein Im Sommer giftige Samenkapseln, lila Blüten von August bis Oktober. Feuchte Wiesen.

Da das Gift nur langsam ausgeschieden wird, erfolgt eine langsame Anreicherung im Körper

Hundspetersilie Pferdehaltung  allgemein Weiße Blüten von Juni – Oktober Auf Lehmboden
Maiglöckchen Pferdehaltung  allgemein Allseits bekannte weiße Blüten v.a. Laubwälder
Gefleckter Schierling Pferdehaltung  allgemein Wird normalerweise wegen unangenehmen Geruch gemieden. Im Heu weit weniger giftig als frisch Stickstoffhaltiger feuchter Lehmboden
Steinklee / weißer Steinklee Pferdehaltung  allgemein Kleine gelbe Blüten in Trauben von Mai bis September Weit verbreitet
Wurmfarn Pferdehaltung  allgemein Schattige Wälder und Bergweiden

Besteht der Verdacht auf eine Vergiftung, ist es für den Tierarzt schon am Telefon wichtig zu wissen:

  • Welche Pflanze wurde gefressen und wieviel ? (ein mitgenommener Zweig hilft Verwechslungen auszuschließen)
  • Welche Teile der Pflanze wurden gefressen ?
  • Wann hat das Pferd das Gift gefressen ?
  • Welche Anzeichen zeigt das Pferd und wie geht es ihm ?
  • Information über Alter, Gewicht und Allgemeinzustand

Weitere Informationen zu Giftpflanzen für Pferde

www.botanikus.de: eine Auflistung von Giftpflanzen nicht nur für Pferde inklusive einer guten Beschreibung der Pflanzen sowie aussagekräftigen Fotos

Wer lieber ein Buch in der Hand hält, das er auch mit auf die Weide nehmen kann, dem kann ich

Giftpflanzen für Pferde von Diebert Arnold oder

Notfallratgeber Pferde und GiftpflanzenPferdehaltung  allgemein : Erkennen. Bestimmen – Vorbeugen. Helfen von Beatrice Dülffer-Schneitzer  aus dem FN-Verlag empfehlen

alle Fotos: Quelle www.wikipedia.de

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