Jakobskreuzkraut – Gefahr auf der Pferdeweide

Pferdehaltung  allgemein

Bitte kontrollieren Sie Ihre Weiden!

In vielen Regionen ist nach wie vor ein explosionsartiges Ausbreiten von Jacobskreuzkraut und anderen Kreuzkrautarten zu verzeichnen. Dennoch wird die Gefährlichkeit nach wie vor unterschätzt oder ganz einfach ignoriert. Insbesondere auf Pferdeweiden ist eine zunehmende Vermehrung vor allem von Wasserkreuzkraut, Alpenkreuzkraut und Jacobskreuzkraut zu beobachten.

Giftig ist die Pflanze sowohl frisch als auch in Heu und Silage

Kreuzkraut ist für alle pflanzenfressenden Tiere giftig, wobei aber Pferde (gefolgt von Rindern) am sensibelsten reagieren. Normalerweise meiden Pferde die bittere Pflanze, extreme Vorsicht ist aber bei Jungpflanzen geboten. Die jungen Triebe enthalten noch kein Bitterstoffe gleichwohl aber die Giftstoffe und können somit leicht mitgefressen werden.

In Heu und Silage wird die Pflanze immer gefressen, da sie ihren typischen Eigengeruch verliert.

Vergiftungssymptome

Die allgemeinen Vergiftungssymptome sind bestimmt durch die Leberschädigung.

Eine akute Vergiftung führt innerhalb weniger Tage zum Tod. Chronische Vergiftungen können sich Wochen bis Monate hinziehen, wobei so gut wie keine Heilungschance besteht.

Symptome bei Pferden, die auch nur in Ansätzen oder einzeln auftreten können sind z. B.

  • nachlassende KonditionPferdehaltung  allgemein
  • Depression, Teilnahmslosigkeit, im Endstadium Tobsucht
  • Wesensänderungen im allgemeinen
  • Gewichtsverlust
  • Lecksucht
  • häufiges Gähnen
  • Photosensibilität, Sonnenbrand
  • Schwellungen, Rötungen an Abzeichen (Gesicht, Fesseln)
  • Haarausfall bis hin zu großflächigen Hautablösungen
  • Kolik, Verstopfung oder blutiger Durchfall
  • zielloses Wandern (walking disease)
  • unkoordinierte Bewegungen
  • Gelbfärbung der Lidbindehäute
  • Blindheit
  • hepatitisches Koma
  • Tod

Bekämpfungsmaßnahmen:

Optimale Vermehrungsbedingungen findet das Jakobskreuzkraut auf Weiden mit schlechter Weidepflege. Nachdem es von Pferden häufig zunächst gemieden wird, gelangt es bis zum Aussamen und kann sich so sprunghaft vermehren. Auf überweideten Bereichen und Stellen mit unbewachsenem Boden findet es optimale Keimbedingungen.

Hauptaugenmerk bei der Bekämpfung ist auf die Verhinderung der Samenbildung zu legen. Spätestens bei Blütebeginn müssen die betroffenen Flächen abgemäht werden. Einzelpflanzen können ausgerissen oder ausgestochen werden.

Bei stärkerem Befall kann eine chemische Bekämpfung notwendig sein (Banvel M).

Ausführliche Informationen stellt der Verein Arbeitskreis Kreuzkraut e.V. i.G. auf seiner HP zur Verfügung

Beliebte Pferderassen

aktuelle Themen

Admin